Textprobe: Über die Ränder der Welten

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Die Luft wird immer schlechter, die Sonnenstrahlen wirken greifbar im Staub und schneiden den Raum in zwei Hälften. Ich muss mal wieder raus, diese Weile ist schon viel zu lang.
Ich öffne ein Fenster zum Hof und hüpfe hinaus, ins Alphabeet, wo der große Textbaum steht. Ich pflück‘ seine Früchte und press‘ sie zu Tinte, auf seinen Blättern schreib‘ ich Gedichte. Es kommen die Zeiten und ihre Begleite, warm ist der Sommer, kalt ist der Winter. Ob mit Badehose oder Schal, Glühwein oder Caipirinha, Gedanken haben Auslauf im Garten der Geister.

Es wachsen dick die Rosen / Um die Terrasse und die Möbel
Kräftige Knospen sprießen wieder / Wo einst Erde eben war.
Der Garten, fett und üppig / Trägt Kirsche, Brombeere und Kürbis
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