Textprobe: Sternenzelt

(…)
Haben wir nachts zueinander gefunden, verlieren wir uns in den Morgenstunden. Denn der Silberstreif am Horizont war eine graue Wolkenfront. Die Luft beginnt zu knistern wie kurz vor dem Winter, ein letztes Zittern vor dem endgültigen Stillstand.
Du willst stehen bleiben, ich will weiter.
Du suchst Sicherheit, ich will frei sein.
So trennen wir uns, gehen auseinander.
Kopfschüttelnd und in Trauer über den anderen.

Aber tief im Nebel finden wir mehr von uns, sie lieben sich dort und Liebe ist Kunst
Kunst ist die Liebe, ich schreibe sie nieder, ich bin die Tinte und du meine Feder.
„Wo ist die Weisheit, was haben wir gelernt?“ will ich wissen
„Nicht viel“, sagst du und starrst vor dich hin.
(…)

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