Terra Australis

Terra Australis

Ich war Seemann auf einem Fluss aus Gold,
Der strahlte von Strand bis Horizont.
Mein Boot, Paddel und Herz aus Holz,
Die Heimat ein Sandkorn,
Trieb ich mit der Glut davon.

Die Hochseenacht trug Mondgewand, ihre Schleppe sanft auf Wasserschwarz.
Um das Eis und Sternenfunken, klagte sie an das Land versunken.
Sie sprach:

„Oh, Heimat, in der ich kein Heim hab‘, höre mich ein letztes Mal:
Deine Felder sind müde, Zweck Ernte zu sein und
Deine Flüsse vermissen den Sturz von den Bergen.
Die Städte stolpern übereinander und Mensch gräbt schwer
Seine Wege durch ihre Trümmer.

Oh, Mütter, Väter, Brüder, Schwestern!
Ihr fleißigen Schaffer, Ausreißer, Einbrecher.
Lasst taube Hände ruhen und dieselben Gespräche stumm.
Flüchtet aus den bequemen Sitzen, lauft wieder steinige Wege!
Ihr seid noch nicht so weit, selbst Pflaster zu sein.“

Kaum das sie schweigt reißt Möwenschrei ihr Kleid in Zwei und
Aus dem Eis, dem Wasserschwarz, steigt glühend neues Land empor.

Mein Boot ist über Bord gegangen und
Das Paddel brach im Flügelschlag.
Auf das mein Herz neu Feuer fängt,
In Terra Australis Sonnenaufgang.

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