Wohlplatziert

Über zwei Reihen Straßenlampen,
Die dem Abend zum Abgang ihre Lichter halten,
Schleift eine graue Nacht in den Himmel.
Ihr im Rücken starren breite Häuserfronten
Einander in die leeren Spiegel.
Die paar da unterwegs und darunter,
Streifen umeinander und verschwenden sich keine Blicke.
Sie wandern gerade, doch nicht aufrecht,
Entschieden, aber ohne Entschluss und
Sprechen sich aus Gedanken
Mut in Monologen zu.

Gestern ist aus dem Griff, morgen kaum in Sicht.
Was du noch würdest und gewesen bist – Lass los.
Nur den Moment um uns halten wir gemeinsam aus dem Strom,
Nur an ihm gleichen wir uns.

Je weiter entfernt, desto schärfer muss mein Ziel sein.
Umso unbestimmter, desto deutlicher die Antwort auf:
Wie lebe ich, das ich nicht murrend sterbe?
Wie leben, mich nicht schweigend in die Nacht zu legen?
Heute bin ich noch unsterblich genug, größer zu reden als ich bin.
Noch bin ich dreist genug zu glauben,
Ich könnte aus dem Tag gehe, ohne noch einen zu brauchen.

Du, ich und die paar da unterwegs finden ihre Ziele.
Wer unterwegs ist, kommt an und
Wer da ist weiß wie es weitergeht.
Seelig sind sie vor den ersten Schritten.
Gnade denen, die gegangen werden.
Vorsicht vor dem, der aus Überzeugung steht.
Unter den Reihen der Befeuerung,
Gegenüber dem Fluchtpunkt und
Zu beiden Seiten gespiegelt,
Bin ich wohlplatziert; Glücklich
Über jeden, den ich unterwegs wiedersehe.

 

Fünfhundert Watt

Ich habe den Wein aufgebohrt,
Mit Bosch, fünfhundert Watt
…uuund er ist verkorkt. Verdammt.
Chardonnay für fünf dreißig
Weder süßlich, noch aromatisch.
Aber verfügbar, also
Trinken wir reichlich.

Hey du, spiel’ mit mir Flaschendrehen –
Wahrheit oder Pflicht?
Beides – Ich liebe dich,
Lass uns Pferde stehlen!

Den Wein verkorkt, aber die Nacht vergoldet.
Der Morgen spuckt verärgert, aber
Wir kichern unter der Decke und
Horchen auf unseren Herzschlag.