Wohlplatziert

Über zwei Reihen Straßenlampen,
Die dem Abend zum Abgang ihre Lichter halten,
Schleift eine graue Nacht in den Himmel.
Ihr im Rücken starren breite Häuserfronten
Einander in die leeren Spiegel.
Die paar da unterwegs und darunter,
Streifen umeinander und verschwenden sich keine Blicke.
Sie wandern gerade, doch nicht aufrecht,
Entschieden, aber ohne Entschluss und
Sprechen sich aus Gedanken
Mut in Monologen zu.

Gestern ist aus dem Griff, morgen kaum in Sicht.
Was du noch würdest und gewesen bist – Lass los.
Nur den Moment um uns halten wir gemeinsam aus dem Strom,
Nur an ihm gleichen wir uns.

Je weiter entfernt, desto schärfer muss mein Ziel sein.
Umso unbestimmter, desto deutlicher die Antwort auf:
Wie lebe ich, das ich nicht murrend sterbe?
Wie leben, mich nicht schweigend in die Nacht zu legen?
Heute bin ich noch unsterblich genug, größer zu reden als ich bin.
Noch bin ich dreist genug zu glauben,
Ich könnte aus dem Tag gehe, ohne noch einen zu brauchen.

Du, ich und die paar da unterwegs finden ihre Ziele.
Wer unterwegs ist, kommt an und
Wer da ist weiß wie es weitergeht.
Seelig sind sie vor den ersten Schritten.
Gnade denen, die gegangen werden.
Vorsicht vor dem, der aus Überzeugung steht.
Unter den Reihen der Befeuerung,
Gegenüber dem Fluchtpunkt und
Zu beiden Seiten gespiegelt,
Bin ich wohlplatziert; Glücklich
Über jeden, den ich unterwegs wiedersehe.

 

Ein Teil der Welle

Ein Teil der Welle sein, bis die Welle bricht,
An den Strand spült und flacher wird,
In den Körnern knistert und
Für nur ein Augenzwinkern
Still steht
Bevor Sie umkehrt.

Die Mittagshitze hing fest unter dem Himmel und
Schlug Schweiß auf die Lider, als aus den letzten Momenten
Vor dem Tidenwechsel ein Teil der Welle begann
Ihren Körper in Form zu heben – Nein, anders:
Ihre Formen nahmen Körper an,
Holten Schwung um den Sog und
Stiegen aus dem Abstrakten
Den Sandstrand hoch.

Die Kleider Salz starrend, streift
Sie Haare aus den Augen und das Naive von der Seele,
Zieht mit der Verse Äcker, wie Gräber, für Quallen und
Krebse und bricht Holz zu Kreuzen. Milde betrachtet,
Gibt es genug Götzen für jeden und das Gute ist,
Die eigenen sind immer die besten.

Dann Umsturz, blau zu grau zu Wolkenbruch und
Durch dampfende Krater schleift ein Teil der Welle
Ihren Kopfschmerz heimwärts. Sie wirft das Handtuch
Über für ihren Fortschritt über den Rückweg.

Ein Teil sein, bis es bricht,
Angespült und abgefischt wird –
Auf dem Gipfel sitzen, es wissen und
Keinen Unterschied zwischen Form und
Bewegung spüren. Dann, wild lachend,
Ohne Widerstand und Zögern vorn
Über aus der Hyperbel stürzen.
Das ist, wofür ich jede Strecke
Schleife und jede feste Straße meide:

Kurz in den Körnern knistern und
Für nur ein Augenzwinkern still stehen,
Bis die Wellen mich erneut darum bitten
Ernst zu spielen.