Stadt, Land, Fluss – Teil 2

Teil 2 – Land

„Well – We are so lucky today
The earth as our playground – It’s culture to amaze.
Well – I know now what lies beneath“
– Xavier Rudd – Generation Fades

Durch den Dunst des Morgens huschen hektische Hasenohren.
Lavendelfelder leuchten lila und flirten mit verspielten Geistern.
Wilder Weizen, scharfe Steine, irgendwo hier liegt die Wiege der Freiheit.
Frühe Vögel fangen Würmer, fliegen tief und singen Lieder.
Der neue Tag erwartet mich, aufgeregt und sehnsüchtig.

Ich bin schon unterwegs, sei doch geduldig!
Wir haben so viel Zeit, wir sind jung und lebendig.
Ich zieh‘ die dicke Jacke an, denn früh am Morgen ist es kalt.
Habe mein Frühstück gepflückt und aus der Quelle geschlürft,
Die Karte geprüft, die Schuhe geschnürt –
Wohin wohl dieser Waldweg führt?

Mein Appetit kennt keine Grenzen, wenn meine Sinne ihre Filter senken.
Ich bin hier, bin da, bin überall – Soweit ich blicken kann.
Ich komme durch Wohnorte ohne Einwohner, ihre Straßenschilder haben Einschusslöcher.
Tiergerippe grinsen im Straßengraben und es schaudert mir, während ich meine Knochen kratze.
Es geht weiter, ich weiß, es wird besser.

Noch am selben Abend lache ich mit Freunden am Lagerfeuer.
Die Nacht wird geredet, geraucht und gesungen, jeder erzählt seine Geschichte, jeder zeigt seine Funken.
…und mit dem Rauch steigen unsere Träume nach oben.
Ach, Schluss damit! Hier endet die Erzählung.
Macht damit, was ihr wollt,
Wir sehen uns – Down the road.

Komm aus deiner Deckung,
Lege dich und spür‘ die Drehung!
Wir alle sind Teil der großen Bewegung.

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