Sommerstürme

Für Thomas

Brüllende Sommerstürme entführten uns in die Dünen
Und fegten den Staub aus unseren Seelen.
Inmitten Frühjahrs Stürzen und Trieben,
Sogen wir Salz und Süße ein in tiefen Atemzügen.

Der Wind strich um den Küstenstreifen,
Die Melodien ferner Welten pfeifend.
Ließ Schilf und Gras gen Himmel peitschen
Und spielte sie wie Gitarrensaiten.

Den Groll der Brandung als tiefen Basston,
Sang er Lieder voll Sehnsucht und Hoffnung.
Von reichem Land und Gold in seinen Flüssen,
Von Urwald und Wüste und saftigen Früchten.
„Folgt mir und folgt der Strömung,
Wir bringen euch an die Ufer der Zukunft.
Euren Träumen und Visionen
Wartet Erfüllung.“

So erhoben wir uns aus den Bibliotheken, ließen Stifte und Papiere liegen,
Denn Leben wird mit Mut, nicht mit Tinte geschrieben.
Wir grüßten die Freunde und küssten die Liebsten,
Versprachen Vorsicht und Wiedersehen.
Wir schnürten die Stiefel und setzten die Segel
In das wilde Leben.

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