In einem Handschlag

Unter kalten Blicken, auf blutroter Flur,
Schütteln steife Finger sich Versöhnung zu.
Nicht zu viel, nicht zu wenig Druck, gerade ausreichend,
Um nicht schwach zu wirken aber nicht zu viel,
Den Streit neu zu provozieren.

Von nun schwelt die Wut im Untergrund und
Unter gründlich fein Gedrucktem,
Kratzen scharfe Federspitzen bereits Risse in
Die tintenfrischen Absichten.
Ein Blatt weniger, auf dem Wahrheit steht.
Nun eine Karte, die uns zeigt, wo
Sie begraben liegt.

Sei im Unverständnis beigelegt, was beide besser wissen.
Es wird, zu weiten Gesten, abgezählt und aufgerundet,
Mild gelächelt und gewunken und unter den weltöffentlichen Blicken,
Fotoblitzen und aller Sprachen Schreiberlingen,
Ringen sich fremde Finger fest im Handschlag nieder.
Dem Remis sei zugestimmt, doch kein Fehler zugegeben:
Fehlinformiert ist man gewesen, so war es!
Sonst wäre nie passiert, was sowieso nicht wahr ist.

So bleibt ungehört, im Lobpreis der Generäle,
Der Wunsch der Hinterbliebenden: Keine Vergeltung.
Nicht noch mehr von dem, für niemanden,
Was die gesamte Welt verdunkelt.

Unter kalten Blicken, auf blutroter Flur,
Wird vorran gerufen und Marsch, zu neuer Tat!
Auf dass wir bald vergessen haben,
Wo die Wahrheit begraben lag.